Grenzenlos Picknick 2012

Plakat

Unser alljährliches Grenzenlos Picknick geht in die nächste Runde!

Dieses Mal mit Jonglier & Slackline-Workshop, einem inhaltlichen Input mit anschließender Diskussion zum Thema „Schulkritik“ und Essen aus aller Welt. Für musikalische Begleitung sorgt DJ Mischkonsum.

Stattfinden wird das Picknick im Schlosspark, Nähe Gärtnerei am 28. Juli ab 15:00.

Selbstverständlich sind Teilnahme und Verpflegung kostenlos.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Coming Up: Grenzenlos Picknick

Auch dieses Jahr wird das Grenzenlos Picknick wieder stattfinden.
Am Samstag, den 10. September wird es im Schlosspark nähe Gärtnerei einen Jonglier Workshop geben, danach könnt ihr versuchen euch auf einer Slackline zu halten.
Anschließend wird es einen Seifenblasen-Workshop geben.
Außerdem haben wir eine Diskussion „Zwischen Multikulti und Rassismus“ vorbereitet.

Natürlich wird es auch wieder Essen aus aller Welt geben.

Begleitet von Musik könnt ihr natürlich auch einfach nur Chillen, diskutieren, die kulturelle Vielfalt genießen oder euch am Infostand informieren.

Zusammengefasst:
Wann? 10. September, 15 Uhr
Wo? Schlosspark Steyr, nähe Gärtnerei
Was?
15-16 Uhr : Kein Ws. Essen, Trinken, Quatschen, Spaß haben
16-17 Uhr : Jonglieren
17-18 Uhr : Slackline
18-19 Uhr: Seifenblasen
19-21 Uhr: Kein Ws. Essen, Trinken, Quatschen, Spaß haben
Wie?

Natürlich gratis 🙂

Achtung: Es sind möglicherweise Plakate und Flyer mit einem falschen Datum (9.September) im Umlauf, aber das Picknick findet natürlich am Samstag den 10.September statt!
Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Coming Up: Ute Bock Filmabend

Plakat

» Filmabend«

Gezeigt wird der Film „Die verrückte Welt der Ute Bock“.
Außerdem wird Ute Bock persönlich anwesend sein, und nach dem Film für Fragen zur Verfügung stehen.
Das Röda Beisl wird für Verpflegung sorgen.

Wann?
Montag, 5. September, 18:00

Wo?
kv röda
Gaswerkgasse 2, Steyr

Eintritt frei!
(bzw. freiwillige Spenden für das Flüchtlingsprojekt Ute Bock)

Ute Bock – wer ist das?

Ute Bock wurde 1942 in Linz geboren, arbeitete nach der Matura kurz in der Privatwirtschaft, ehe sie sich entschied, Erzieherin zu werden.
1976 wurde sie zur Leiterin des Gesellenheims im Wiener 10. Bezirk ernannt, wo man ihr anfang der 1990er Jahre vermehrt ausländische Jugendliche zuschickte, die von anderen Einrichtungen abgewiesen wurden.
Ute Bock begann sich mit den Schicksalen dieser Menschen zu beschäftigen, und fing an, sich für Asylwerber zu engagieren.

Später organisierte Frau Bock private Wohngemeinschaften, die sie selber finanzierte und betreute.

Vor einigen Jahren ging Ute Bock in Pension und kümmert sich nun ständig um ihr Projekt: inzwischen sind es rund 350 Asylwerber, die in Ute Bocks Wohngemeinschaften Unterkunft finden und mehr als 1000 obdachlose Asylwerber haben ihre Zustelladress beim Verein Ute Bock.

Die verrückte Welt der Ute Bock
Mit: Josef Hader, Karl Markovics, Viktor Gernot, Andreas Vitasek, Julia Stemberger, Dolores Schmidinger, Peter Kern und Alexander Pschill
Regie:
Houchang Allahyari
Erscheinungsjahr:
2010

Der Film „Die verrückte Welt der Ute Bock“ spiegelt den Alltag der Flüchtlingshelferin Ute Bock wider.
Gezeigt werden die Arbeit Bocks, die auch als sie selbst darin zu sehen ist, und die Geschichten von Menschen mit denen sie dabei zusammentrifft, von den Flüchtlingen, die sich selbst spielen, bis zu den Polizisten.


Website des Flüchtlingsprojektes Ute Bock:
http://www.fraubock.at/

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Burschentag kann uns mal! 10.-12. Juni

Eysn zu Altmetall

Anlässlich des 50. Stiftungsfests der c.P! Eysn findet der Burschentag des Österreichischen Pennäler Rings (ÖPR) heuer in Steyr statt. Definitiv kein Grund zum Feiern! Die c.P! Eysn zählt als Jugend- und Schülerverbindung, dem Vorbild traditioneller Burschenschaften folgend, zu einem der zahlreichen Männerbünde in Österreich, welche unter dem Leitspruch „Ehre, Freiheit, Vaterland“ mit Käppchen, Schärpe und Säbel um neue Bundesbrüder werben. Burschenschaften sind Schwurgemeinschaften von Männern, die durch feste Rituale und Regeln geprägt sind. Zentrales Merkmal ist der Ausschluss von Frauen und allen, die nicht dem „heroischen und ehrenhaften“ Männlichkeitsbild entsprechen – wie z.B. Juden und Homosexuelle.Von der angepriesenen „idealen Männlichkeit“ haben die Burschenschaften auch eine ziemlich klare Vorstellung. So beschwören sie beispielsweise in ihren Liedern zentrale Merkmale der von ihnen angestrebten, kompromisslos patriarchalen Gemeinschaft. Ein Mann muss demnach ehrhaft, treu, leistungsbereit und diszipliniert sein. Als elementare Ausdrucksformen dafür gelten ihnen u.a. das Fechten der Mensur sowie übermäßiger Alkoholkonsum.

Der ÖPR kann weiters als deutsch-völkischer Dachverband eingestuft werden. Das bedeutet, dass nur Männer, die sich der deutschen Kultur-Nation zurechnen (bzw. zugerechnet werden), beitreten können. Ziel ist es, die kulturelle (deutsche) Identität zu erhalten und gegen alles „Fremde“ zu verteidigen.

Obgleich aller burschenschaftlichen Legenden stellt der Antisemitismus seit der Gründung der „Urburschenschaft“ 1815 ein konstantes Element dar. Heute äußert sich dieser zwar versteckter, aber deswegen nicht weniger drastisch. Etwa dann, wenn von geheimen Machthaber_innen, die im Hintergrund die Fäden ziehen, die Rede ist, oder Menschen andere, angeblich jüdische Merkmale zugeschrieben werden.

Der traditionelle Nationalismus, sowie teilweise exzessiv ausgelebte Rechtsextremismus, machen Burschenschafter zu idealen FPÖ Kandidaten. Ein Naheverhältnis zur FPÖ und ihren Vorfeldorganisationen besteht übrigens auch in Steyr. Dass die „alten Herren“ ihren Nachfolgern in der (partei-)politischen Karriere, dann auch gerne einmal unter die Arme greifen versteht sich von selbst. So hat sich mittlerweile bereits eine Vielzahl von Burschenschaftern bis ins Parlament gearbeitet. Doch auch weniger weit rechts stehende Verbindungen – wie die des katholischen Cartellverbandes – fungieren als Seilschaften in Politik und Wirtschaft.

Burschenschaften pflegen traditionelle Geschlechterbilder, welche Frauen in den private Kinder-Küchen Bereich verbannt. Sie werden als das schwache, emotionale Geschlecht definiert, unfähig zu reflektiertem Denken und logischem Handeln. Unser Protest richtet sich nicht nur gegen sexistische Burschenschaften, sondern gegen die patriarchale Gesamtscheiße.

Demo: 11.06._Bahnhof Steyr_17:00
Kongress: 12.06._Röda_14:30

http://tinyurl.com/burschentag

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Ganaa bleibt! Abschiebung Stoppen! – Demonstration

Abschiebung Stoppen!
Ganaa bleibt!
Alle bleiben!

Ich heiße Ganaa und bin 23 Jahre alt. Mit 16 Jahren musste ich aus der Mongolei flüchten. 2005 kam ich schließlich nach Österreich. Damals stellte ich auch meinen Asylantrag.
Ich habe hier eine Familie gefunden, die mich aufgenommen hat und seitdem mit mir um ein Bleiberecht kämpft. Fast 6 Jahre bin ich nun schon Teil dieser Familie. Für mich ist es unvorstellbar von ihnen getrennt zu leben, da ich in der Mongolei nie eine richtige Familie hatte. Der Versuch einer Adoption scheiterte an rechtlichen Hindernissen. Vor 2 Jahren habe ich auch eine Arbeitsbewilligung erhalten und lebe seitdem gemeinsam mit meiner Freundin in Feldkirchen.
Nach 6 Jahren Aufenthalt werde ich nun mit der Abschiebung bedroht, trotz Familie, Arbeit und Unbescholtenheit.

Am 11. März 2011 werden wir gemeinsam unsere Solidarität mit Ganaa und allen anderen, von Abschiebung bedrohten Menschen kundtun. Gleichzeitig wollen wir gegen die immer fremdenfeindlicheren Gesetze auf die Straße gehen!

Es muss Schluss gemacht werden mit bürokratischem Unfug und Schikanen. In der Mongolei erwartet Ganaa eine ungewisse Zukunft ohne Familie, Freunde und berufliche Chancen. Außerdem besteht dort weiter die Gefahr verfolgt zu werden. Ganaa musste sogar schon über längere Zeit ins Krankenhaus aus Angst vor Schubhaft und Abschiebung.
Das können wir nicht hinnehmen!

http://ganaableibt.wordpress.com/

 

Treffpunkt:

11 März 2011

16.30 Uhr

Hauptbahnhof Steyr

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Gemeinsame Anreise zur „Melitus muss bleiben“ Demo in Linz

Am Fr dem 18. 2. findet in Linz eine Demo gegen die drohende Abschiebung von Melitus Onongaya statt. Die GAJ Steyr unterstütz die Aktionen, die gegen die drohende Abschiebung von Melitus protestieren, aber auch die allgemeine Abschiebepraxis in Österreich kritisieren.

Dazu gibt es auch aus Steyr eine gemeinsame Anreise zur Demo

Treffpunkt: 14:00 Uhr (Bahnhof Steyr)

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Melitus Muss Bleiben!

Am Fr. 18.02. gibt es in Linz eine Demo gegen die Abschiebung von Melitus dem allseits bekannten und beliebten „Kupfermukn“ Verkäufer. Beginn ist 15:30 im Schillerpark.

Unseren Flyer zur demo gibt es schonmal vorab:

Antinationale Kritik am österreichischen Normalzustand

Rassismus ist keine reine Ideologie der extremen Rechten, sondern zwangsläufig mit nationalstaatlichen Konstrukten verbunden und wird somit tagtäglich von bürgerlichen Strukturen exekutiert. Abschiebung ist fester Bestandteil dieses System und kann so beschissen sie auch ist, nicht einfach weggelassen werden…

Der aktuelle Fall: Vor Ort ist unter anderem gerade der Nigerianer Melitus Onongaya betroffen – diesem ist es nicht mehr erlaubt sein Leben auf österreichischem Boden zu verbringen. Er ist seit 2005 in Linz und dort „Kupfermuckn“- Verkäufer. Hier hat er unter anderem Deutsch gelernt und durch den Zeitungsverkauf auf der Landstraße, viele Freund_innen gefunden. 2011 gab es nun den negativen Bescheid – das heißt: Melitus Onongaya wird in naher Zukunft abgeschoben werden. Zuvor wartet voraussichtlich noch die Schubhaft. Wer dieser entgehen will muss sich dem Zynismus hingeben und „freiwillig“ ausreisen.

Doch so einfach konnte das nicht hingenommen werden und eine Unterschriftenliste soll zeigen, dass er hierzulande gut integriert ist. Für die österreichischen Behörden genügte das aber nicht. Sie behaupten ein Job als Zeitungsverkäufer sei keine Basis für eine eigenständig, gesicherte Existenz. Es wird also ganz unverhohlen zugegeben, dass nicht moralische Faktoren entscheidend für einen Asylbescheid sind, sondern vor allem wirtschaftliche

Staat, Nation, Kapital, Scheiße! Im hier und jetzt muss der Staat dafür sorgen, dass der Wirtschaftsstandort Österreich in der Weltmarkt-Konkurrenz nicht untergeht. Soziale Hilfeleistungen für Flüchtlinge kosten Geld und bringen in der Regel kaum Gewinn, sind also alles andere als eine gute Kapitalinvestition für Österreich. Asyl wird daher nicht als Grundrecht gehandelt sondern ist eine rare Ware. Im hiesigen Nationalstaat scheint es bis auf wenige Ausnahmen Konsens zu sein, diejenigen die nicht ins Bild der Alpenidylle passen, einfach abzuschieben und damit offen rassistisch zu handeln.
Ein vorurteilsloser, daher rational agierender Staat hingegen, würde zumindest allen eine Chance lassen und die Klügsten, Geschicktesten, ect. Auswählen damit sie mit ihren Fähigkeiten den Standort bereichern. Doch auch in einem „Idealkapitalismus“ würden Leistungsterror, Selektion und Ausbeutung fortbestehen. Dieser würde also keinen emanzipatorischen Fortschritt darstellen.

Die Interessen des Kapitals, sind grundlegend für den Handlungsspielraum der Individuen und treiben diese ständig an die Grenzen dessen, was der Staat als ordnende Macht erlaubt.
Neben den beiden genannten Instanzen der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, spielt aber auch das Konstrukt der Nation eine entscheidende Rolle. Die Nation als objektive Gedankenform wirkt trotz aller dem System innewohnenden Widersprüche versöhnend und bewahrt das System somit vor dem Zusammenbruch. Ob Manager oder stolzer Proletarier, als Teil der Nation, sind wir (Österreicher_innen) endlich alle gleich.
Ein Bedürfnis das der Staat mit seinen Grundsätzen (Freiheit und Gleichheit) nur formal befriedigen kann. In der nationalen Gemeinschaft, wird weiters nicht nur dafür gesorgt, dass durch Sozialleistungen das Humankapital erhalten bleibt, sondern dem Individuum auch das Gefühl vermittelt, Teil eines großen, handlungsfähigen Ganzen zu sein.

Die Nation konstruiert sich aber immer durch den Ausschluss der angeblich „Andersartigen“ und wirkt gleichzeitig im Inneren, zwangs-harmonisierend. Kaum weisen Menschen Merkmale anderer Identitätskonstrukte (zB Hautfarbe, Religion,…) auf, werden sie als Gefährdung der „eigenen“, österreichischen Identität gesehen, schließlich wird durch Zuwanderung aufgelöst worüber sich das angeblich natürliche Konstrukt der Nation, definiert. Nämlich im österreichischen Fall vor allem über Abstammung und äußere Merkmale. So werden deutsche Einwanderer_innen zwar oft kritisiert Universitätsgesetze oder ähnliches auszunützen, doch wird ihnen meisten nicht mit der selben Ablehnung gegenübergetreten wie beispielsweise türkischen Migrant_innen.

Zurück zur Praxis: Um aber nicht zu tief in derartige Konflikte verwickelt zu werden, hat sich die EU dazu entschieden, sich gegen Flüchtlinge jeder Art abzuschotten. Die entstandene Festung fordert an ihren Außengrenzen, jährlich schon mehr als tausend Menschenleben. Dadurch sollen Kultur und Standort gleichermaßen geschützt werden. Allzu viele, gut ausgebildete Flüchtlinge aus Afrika, Asien oder sonst wo gibt es dann sowieso nicht und die Europäer_innen haben sich intern, zur „Verteidigung des Abendlandes“ einen fast „fortschrittlichen“ Kultur-Konsens gebastelt.
Gleichzeitig werden aber diejenigen die als Billigarbeitskräfte gebraucht werden vorübergehend hereingelassen. Sie bekommen keinen offiziellen Aufenthaltsstatus um sie nach dem „Gebrauch“ wieder ausweisen zu können.

Für die Wahrung der kontinentalen Integrität mittels Abschiebungen, werden gut und gerne auch mal über 300.000€ ausgegeben. Diese werden sogar Europaweit koordiniert und mit eigenen Charter-Fliegern durchgeführt. 2008 startet beispielsweise ein Flug von Wien, Richtung Nigeria. An Bord: 68 Nigerianer und drei Gambier. Beteiligt: 200 Beamte. Das sind 2,6 Beamte pro Asylwerber. Der ganze Wahnsinn ist keineswegs notwendig, geschieht aber eben nicht zufällig. Wollen wir eine Welt frei von Rassismus, Leistungswahn und Ausbeutung, müssen wir die Dinge gemeinsam in die Hand nehmen! Es gilt Staat, Nation und Kapital zu überwinden und dem schönen Leben für alle eine Chance zu geben!

als PDF: ANK_Melitus > doppelseitig drucken und in der Mitte falten

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen